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Nachfolgend werden einige Bilddarstellungen gezeigt, die während der Bildherstellung
in den verschiedenen Entwicklungsphasen fotografisch festgehalten wurden.

Hier ist ein Ausschnitt der Weißhöhung (Weißmodellierung) auf der farbigen Flächentönung (Imprimitur) mit Böhmischer Grüner Erde zu sehen:


Hier folgt die nächste Stufe: Die farbige Übermalung wurde mit Umbra gebrannt begonnen.

Demnach wird ein Bild, das in alter Maltechnik hergestellt wird, aufgeteilt in
a) monochrome
Untermalung (hier ist die Farbe der Untermalung böhmische Grüne Erde, modelliert
mit Weiss in der sogenannten "Weisshöhung")
und in
b) farbige
Übermalung dieser monochromen Untermalung.


Die farbige Ausmalung schreitet voran.

Interessant: Viele Kleidungsstücke werden in mehreren Farbschichten in sogenannten "Lasuren" angelegt.
Das heißt, weitere Farbschichten werden jeweils nach vollständigem Trocknen der Unterschicht
darübergelegt. Das hier zu sehende knallige Blau der Jacke des Mannes im Vordergrund wird nach Übermalen
mit weiteren Farbschichten positiv abgedämpft (siehe nächstes Bild).


Hier folgt die nächste Stufe der farbigen Übermalung: Man kann sehen, daß weitere Lasuren die Farben zunehmend
dämpfen und angenehm erscheinen lassen. Weil die ursprüngliche Imprimiturfarbe "Böhmische Grüne Erde"
fast überall leicht durchscheint, werden alle darübergelegten Farben in ihrer Gesamtwirkung leicht "gebrochen",
also harmonisch verbunden. Keine Einzelfarbe drängt sich letztlich vor. Es gibt praktisch keine unangenehme Buntheit,
dafür aber angenehme Gesamt-Farbigkeit.


Die farbige Übermalung schreitet weiter voran: Nun wird der Vordergrund weiter gestaltet.


Die Übermalung des Bodens im Vordergrund wird begonnen.


Die Übermalung des Vordergrundes wurde fortgeführt. Wiederum sind die Kleidungsstücke (der beiden Personen im Vordergrund)
zu knallig. Dies ändert sich nach Anwendung weiterer Lasurtechnik (siehe nächstes Bild) wie gehabt.


Hier ist der Fortschritt vom 26. März 2006 zu sehen. Das Bild ist nicht mehr weit von seiner Fertigstellung entfernt
und besitzt schon eine gewisse farbige Harmonie. Was noch fehlt, ist der Zwischenfirnis, damit die
dunklen Bildteile, die matt geworden sind, anschließend wieder ihr Tiefenlicht zeigen, die Dunkelheiten kräftig leuchten
und vor Vollenden des Ganzen die Gesamtwirkung wieder mit Sicherheit beurteilt werden kann.


Und nun folgen einige Vergroesserungen, die zeigen, daß in Wirklichkeit grob gemalt wurde. "Rembrandt läßt schoen gruessen".
Das Bild hat die Groesse 1,10 Meter mal 0,80 Meter. Bei ausreichendem Betrachtungsabstand (mehr als 2 Meter) erscheinen
diese Grobheiten interessanterweise beinahe wie Feinheiten.





Nach gutem Durchtrocknen wurden Anfang 2007

a) ein Zwischenfirnis aufgebracht und nach einmonatiger Trocknung des Zwischenfirnisses
b) die Dunkelheiten vertieft und einige Helligkeiten weiterhin überarbeitet.

Der Zwischenfirnis war notwendig geworden, weil viele Dunkelheiten mangels Tiefenlicht nicht mehr ausreichend beurteilt werden konnten - und somit ein Weitermalen unmöglich geworden war.

Nach dem Stand Anfang September 2007 stellte sich die Gesamtansicht wie folgt dar:



Hier ein Teil des Kleinpflasters im Vordergrund:


Soweit der Stand September 2007. Nach Trocknen der Überarbeitungen - das wird frühestens in etwa einem Jahr der Fall sein - wird voraussichtlich der Schlußfirnis aufgetragen.

Mir hat es Vergnügen bereitet, trotz langer Maldauer (einige Jahre des Malens und immer wieder des Zwischentrocknens) einmal in dieser unüblichen/gestrigen Art ein Bild herzustellen. Vielleicht hat sich meine Freude auf die Zuschauer übertragen.


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